Fersensporn: Effektive Übungen & Entlastung – Tipps von Luchsgood
Fersensporn – und nun?
Durch die Einrichtung meines Luchsgood-Ladens war ich täglich viele Stunden hin- und hergelaufen. Unter dem Teppich sind die alten Fliesen verblieben, was genauso wie der Holzboden absolut nicht federt. Dadurch hatte ich mir buchstäblich „die Hacken abgelaufen“.
Zunächst stellte ich fest, dass mir immer die Fußsohlen wehtaten, nachdem ich wiedermal einen Meilenstein zu meiner Zufriedenheit erledigt hatte (oder wiedermal weggeräumt und gereinigt, nachdem Arbeiter da waren). Das behandelte ich mit der Chinesischen Massagematte, bis dann eines Tages folgendes passierte:
Wenn Ruhe zum Schmerz wird
Nach einiger Zeit tat mir die rechte Ferse unglaublich weh und zwar, nachdem ich mich AUSGERUHT hatte. Immer, wenn ich nach der Belastung aufstehen wollte, konnte ich nicht mehr auftreten. Das beobachtete ich einige Zeit, bis ich einsehen musste, dass es schlimmer wird, statt besser.
Vor Kurzem las ich auch von einer Frau, die viel mit den Hunde spaziert war und an dem gleichen Problem nun leidet. Ich begann zu recherchieren und fand heraus, dass durch die unsachgemäße Handhabung dieser meiner Körperin (trägt sie doch zuviel Gewicht auf ihren zierlichen Fersen herum), einen Fersensporn mir wachsen ließ.
Das ist eine knöcherne Wucherung, die bei zu hoher Belastung und falscher Fußstellung wachsen kann und die dann wundervoll auf die Achilles-Sehne oder auf die Plantarfaszie (Sehnenplatte der Fußsohle) drückt, was diesen Gewebebereich reizt und entzündet.
Ist ja klar: drücke ich die ganze Zeit mit dem Fingernagel voll fest auf meine Daumenwurzel, würde das Gleiche passieren. Der Vergleich hinkt, so wie ich, 😉 weil ich mit meinem Fingernagel keinen 100-Kilo-Druck zustande bringe…
Zu lesen war auch: Operation kann man durchführen, nützt aber nix. Gut! Ich will eh keine OP.
Mein Punkteplan gegen Fersensporn
Entlastung
Kräftigung
Die Entzündung besiegen
Wie entlaste ich meine Ferse?
Mit Gelkissen auf beiden Seiten (sonst wird’s schief). Die gibt es im Supermarkt teilweise sogar für einen Euro. Was noch? Nicht mehr laufen, bis man nicht mehr kann, klar. Aber auch ab und zu auf den Zehenballen gehen. Egal, wie das aussieht. Nicht auf der Ferse laufen: Entlastet die Ferse 😉.
Füße nach der Belastung hochlegen und die Venenpumpe während dem Liegen aktivieren: Füße point, Füße flex… oder die Beine dazu direkt in die Luft – entlastet das ganze Herz/Kreislauf-System.
Die Ferse kräftigen
Das klingt bisschen wie einen Panzer drumrum bauen. Dabei geht es hier um die Wadenmuskulatur und das Fasziengewebe, das ganzheitlich mit dem Bewegungsapparat des Beins verbunden ist. Tut es weh, neigen manche vielleicht zu Schonhaltungen – die aber andernorts akute Beschwerden verursachen können.
Eine wundervolle Kräftigungsübung ist der Fersenheber/Wadenheber. Wichtig hierbei: Halte dich fest, um Stabilität in deinen Gelenken zu erhalten und gerade zu bleiben. Das stützt und schont die Gelenke, vor allem im Knie. Knie werden zu keinem Zeitpunkt durchgestreckt, sondern bleiben immer locker.
Auf einer Treppenstufe, einem stabilen Block, einer hohen Türschwelle – irgendwas wirst du in deinem Alltag schon finden – senkst du behutsam beide Fersen unter Stufenniveau, wobei du nur auf deinen Zehenballen stehen bleibst. Danach hebst du langsam und behutsam die Fersen so hoch du kannst (gut festhalten, wie gesagt!).
Schaffst du von der Übung 3 Sätze á 30 x, bist du echt gut. Aber auch das genussvolle Dehnen darfst du dir dabei jederzeit gönnen. Damit meine ich wirklich: jederzeit und überall.
Was ist zusätzlich zu tun? (Winter-Special)
Der Winter und die Kälte begünstigen bei uns schnell mal Entzündungen und Verspannungen. Die Winterkälte verursacht, dass wir unsere Muskeln unbewusst immerzu auf Spannung halten, das verhärtet sie. Wir ziehen die Schultern hoch gegen die Kälte, das verursacht Daueranspannung, besonders im Nacken und Rücken.
Unsere Inaktivität führt zu Stress, Kälte verengt die Blutgefäße (was die Nährstoffversorgung der Muskeln verringert und die Gelenkflüssigkeit zäher macht). Weniger Bewegung bedeutet also schlechtere Versorgung, wir sind schlechter durchblutet. So geht es also schneller, dass die Muskeln blockieren und wir noch mehr in Schonhaltung oder Unbeweglichkeit kommen.
Ernährung und Helfer gegen die Entzündung
Habe ich eine Entzündung im Körper, ist es essentiell – statt zum Arzt zu rennen und sich eine Schmerz-Spritze verabreichen zu lassen – sich richtig zu bewegen und sich gesund zu ernähren.
Schau auf die Liste der entzündungshemmenden Nahrungsmittel.
Meide entzündungsfördernde Lebensmittel.
In der Apotheke gibt es Enzyme, die die Armada gegen Entzündungsherde auffahren.
Jentschuras Basen-Bad hilft gegen Übersäuerung.
Kühlen: Die Ferse direkt kühlen (Gelpads), ohne dass der restliche Fuß abkühlt.
Zu guter Letzt: Viel Wasser trinken, um die Entzündung herauszuschwemmen. Gerne ein paar Tropfen hochwertige ätherische Öle von Zitrusfrüchten mit hinein. Wer nichts Kaltes mag: genieße Tees mit Ingwer, Kurkuma, Kamille & Brennessel oder hochwertige Grüntees.
Du bist es dir wert, das bald zu besiegen und wieder froh auftreten zu können! Viel Erfolg 😊 Bei Fragen, melde dich gerne.
